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EU AI Act: Was ab heute für KI gilt — und was das für eure Familiendaten bedeutet

Seit dem 2. August 2026 gelten die Transparenzpflichten des EU AI Act. Wir erklären in verständlichen Worten, was das Gesetz verlangt, welche KI in Famora überhaupt steckt — und welche Dinge wir bewusst NICHT tun.

Seit heute, dem 2. August 2026, gilt in der EU eine neue Stufe des AI Act — des ersten umfassenden KI-Gesetzes der Welt. Ab jetzt sind die sogenannten Transparenzpflichten verbindlich. Kurz gesagt: Menschen sollen wissen, wann sie es mit künstlicher Intelligenz zu tun haben, und künstlich erzeugte Inhalte sollen als solche erkennbar sein.

Das ist eine gute Nachricht. Und weil "KI" inzwischen auf fast jeder App steht, ohne dass jemand erklärt, was das eigentlich heißt, nehmen wir uns hier die Zeit dafür.

**Was das Gesetz verlangt**

Vereinfacht drei Dinge. Erstens: Wer mit einem KI-System spricht, muss das erkennen können. Zweitens: Was eine KI erzeugt — Texte, Bilder, Stimmen —, muss maschinenlesbar gekennzeichnet sein, damit es sich später auch technisch nachvollziehen lässt. Drittens: Für besonders heikle Anwendungen wie Emotionserkennung oder täuschend echte Fälschungen realer Menschen gelten zusätzliche, strengere Regeln.

**Welche KI in Famora steckt**

Famora nutzt KI an genau den Stellen, an denen Familienorganisation lästig ist — und nirgendwo sonst. Ihr sprecht einen Termin ein, statt ihn zu tippen. Ihr fotografiert einen Elternbrief, und die Termine daraus landen als Vorschlag im Kalender. Ihr leitet eine Terminbestätigung per E-Mail weiter, statt sie abzutippen. Dazu kommen der Tagesüberblick, Rezeptvorschläge und die Vorlesefunktion.

Der entscheidende Punkt dabei: **Die KI schlägt vor, ihr entscheidet.** Kein Termin, kein Eintrag, keine Änderung entsteht ohne eure ausdrückliche Bestätigung. Es gibt in Famora keine Automatik, die eigenmächtig in euren Familienkalender schreibt.

**Was wir dafür umgesetzt haben**

Inhalte, die eine KI erzeugt hat — etwa der Tagesüberblick oder ein Rezeptvorschlag —, sind in der App sichtbar gekennzeichnet. Ihr müsst nicht raten, was von einer Maschine stammt.

Die Vorlesefunktion erzeugt eine synthetische Stimme. Die dabei entstehenden Audiodateien tragen jetzt eine maschinenlesbare Kennzeichnung, die sie als künstlich erzeugt ausweist. Das ist der technisch anspruchsvollste Teil der neuen Pflichten — und genau der, den man von außen nicht sieht.

Und alle KI-Funktionen lassen sich abschalten. Famora bleibt danach vollständig nutzbar: Kalender, Chat, Listen, Karte funktionieren ohne eine einzige KI-Anfrage.

**Was wir bewusst NICHT tun**

Manchmal ist das Weggelassene die wichtigere Information.

Famora analysiert **keine Emotionen**. Wir werten keine biometrischen Merkmale aus. Wir bilden **keine Stimmen realer Personen nach** — die Vorlesefunktion nutzt eine Standardstimme unseres Dienstleisters, niemals die eines Familienmitglieds. Und wir verwenden eure Familiendaten nicht, um KI-Modelle zu trainieren.

Gerade der Punkt mit den Stimmen ist uns wichtig. Eine App, die die Stimme eures Kindes nachbauen kann, wäre technisch möglich. Wir haben uns dagegen entschieden.

**Was an eure KI-Dienstleister geht — und was nicht**

Für Spracherkennung und Terminerkennung arbeiten wir mit spezialisierten Anbietern zusammen, die als Auftragsverarbeiter für uns tätig sind. Dorthin gehen ausschließlich die Textinhalte, die für die jeweilige Funktion nötig sind.

Was **nie** übermittelt wird: GPS-Koordinaten, Standort-Rohdaten, vollständige Chatverläufe und E-Mail-Adressen dritter Personen. Eine weitergeleitete E-Mail wird nach der Auswertung sofort gelöscht — gespeichert wird nur der erkannte Termin. Welcher Dienstleister wofür eingesetzt wird, steht vollständig in unserer Datenschutzerklärung.

**Ehrlich bleiben**

Wir schreiben hier bewusst nicht "AI-Act-zertifiziert". Eine solche Zertifizierung gibt es in dieser Form nicht, und wir halten nichts davon, mit Siegeln zu werben, die niemand prüfen kann.

Was wir sagen können: Wir haben unsere KI-Funktionen an den Transparenzpflichten ausgerichtet, die seit heute gelten — und die Punkte oben sind nachprüfbar. Ihr seht die Kennzeichnungen in der App. Ihr könnt die Funktionen abschalten. Ihr könnt in der Datenschutzerklärung nachlesen, was wohin geht.

Wenn euch etwas unklar ist oder ihr eine Formulierung findet, die besser sein könnte: schreibt uns. Genau dafür ist Transparenz da.

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